Die Schülerinnen und Schüler der 1. und 2. Klasse durften in den vergangenen Wochen ein ganz besonderes Naturprojekt erleben: Gemeinsam beobachteten sie die faszinierende Entwicklung von der Raupe bis zum fertigen Schmetterling.
Zu Beginn erhielten alle Klassen kleine Raupen, die täglich aufmerksam beobachtet wurden. Die Kinder verfolgten gespannt, wie die Raupen von Tag zu Tag größer wurden. Bereits nach sieben Tagen verpuppten sie sich. Nach weiteren fünf Tagen war die Überraschung groß: Als wir nach dem Wochenende ins Klassenzimmer kamen, flatterte bereits der erste Distelfalter durch unser Insektenhabitat. Schon bald schlüpften auch die übrigen Schmetterlinge. So konnten die Kinder innerhalb kurzer Zeit den Lebenszyklus eines Schmetterlings miterleben.

Als schließlich alle Schmetterlinge geschlüpft waren, war der große Moment gekommen: Gemeinsam brachten wir sie in den Schulgarten und ließen sie dort in die Freiheit fliegen. Begeistert beobachteten die Kinder, wie die Schmetterlinge ihre ersten Runden drehten und in den Blumen und Sträuchern des Gartens landeten.

Dieses besondere Erlebnis bildete einen schönen Abschluss unseres Projekts und wird den Kindern sicher noch lange in Erinnerung bleiben.
Am 1. Juli 2026 fand in der Turnhalle unsere diesjährige Knaxiade für die Schülerinnen und Schüler der 1. und 2. Klasse statt. Die Knaxiade ist ein sportliches Bewegungsprogramm, bei dem Kinder an abwechslungsreichen Stationen ihre Geschicklichkeit, Koordination und Bewegungsfreude unter Beweis stellen können.
Mit großer Begeisterung, viel Geschick und vollem Einsatz absolvierten die Kinder zehn Stationen. Ob Balancieren, Werfen, Springen oder Klettern – jede Aufgabe wurde gemeistert.


Ein besonderer Dank gilt den Schülerinnen und Schülern der Klasse 3/4 und Frau Vogt. Sie bauten die Stationen auf und betreuten diese jeweils zu zweit. So trugen sie maßgeblich zum gelungenen Ablauf der Knaxiade bei und unterstützten die jüngeren Kinder mit viel Geduld und Motivation.
Auch dieses Jahr übten die Kinder der 2. Jahrgangsstufe wieder das Rollerfahren in einem Geschicklichkeitsparcours auf dem Pausenhof, also im Schonraum:
Am 19. Juni, am 26. Juni und am 3. Juli 2026 trainierten die Kinder eifrig, um alle Stationen des Parcours korrekt und sicher zu durchfahren.


Damit haben sie die 2. Stufe des neuen „Radlführerscheins“ erreicht und die Vorübungen für einen schwierigeren Geschicklichkeitsparcours gemacht, welchen die Kinder dann nächstes Jahr, also in der 3. Klasse, mit dem Fahrrad bewältigen müssen.
Nur Kinder, die diese „Schonraumübungen“ erfolgreich bewältigt haben, dürfen dann in der 4. Klasse den „Fahrradführerschein“ machen.
Am 24. Juni 2026 war das EUKITEA-Theater aus Diedorf bei Augsburg erneut zu Gast an unserer Schule und führte in der alten Turnhalle das Theaterstück „Raus bist du!“ auf. Die eindrucksvolle Inszenierung beschäftigte sich mit dem wichtigen Thema Mobbing und zeigte auf bewegende Weise, welche Folgen Ausgrenzung für Betroffene haben kann, aber auch, wie gemeinsames Handeln und Zivilcourage helfen können.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Sabrina, die zunächst einen ganz normalen Schulalltag erlebt. Als sie ihrer Mitschülerin Daniela jedoch nicht mehr erlaubt, ihre Hausaufgaben abzuschreiben, sucht Daniela nach einer Möglichkeit, sich zu rächen. Sie sorgt dafür, dass Sabrina als Einzige nicht zu Martins Geburtstagsparty eingeladen wird. Was zunächst wie eine Kleinigkeit erscheint, entwickelt sich nach und nach zu systematischem Mobbing: Sabrina wird ausgeschlossen, verspottet, ihre Sachen werden beschädigt und niemand traut sich, ihr beizustehen. Selbst ihre Freunde ziehen sich aus Angst oder Gruppendruck von ihr zurück.
Mit der Zeit leidet Sabrina immer stärker unter der Situation. Sie fühlt sich einsam, verliert ihre Freude am Schulalltag und wird zunehmend krank. Erst als ihre Mutter bemerkt, wie schlecht es ihrer Tochter geht, sucht sie das Gespräch mit der Schule. Klassenlehrer Herr Wenke greift die Situation auf und arbeitet gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern an einer Lösung. Dabei verzichtet er auf Schuldzuweisungen und setzt stattdessen auf Verantwortung, Wertschätzung und die Bereitschaft der Klasse, gemeinsam etwas zu verändern. Schritt für Schritt verbessert sich das Miteinander, und Sabrina findet wieder Anschluss an ihre Mitschülerinnen und Mitschüler.
Die Schauspielerinnen und Schauspieler überzeugten mit einer abwechslungsreichen Inszenierung. Besonders eindrucksvoll waren die ausdrucksstarken Masken und das körperbetonte Spiel, mit denen Gefühle wie Angst, Wut und Ausgrenzung sichtbar gemacht wurden. Auch humorvolle Szenen lockerten das ernste Thema auf, ohne dessen Bedeutung zu schmälern. Die Bilder des Stücks blieben dadurch besonders eindrucksvoll in Erinnerung.


Im Anschluss an die Aufführung hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, den Darstellerinnen und Darstellern Fragen zu stellen und gemeinsam über das Thema Mobbing zu sprechen. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist, nicht wegzusehen, sondern Betroffene zu unterstützen und Probleme frühzeitig anzusprechen.
Das Theaterstück machte eindrucksvoll deutlich, dass Mobbing jeden treffen kann und oft durch das Schweigen der Mitläufer verstärkt wird. Gleichzeitig zeigte es, dass Veränderungen möglich sind, wenn Menschen Verantwortung übernehmen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Die Aufführung regte zum Nachdenken an und hinterließ bei vielen Zuschauerinnen und Zuschauern einen nachhaltigen Eindruck.
Sebastian Koch
