Jedes Jahr am 21. März findet weltweit der Welt-Down-Syndrom-Tag statt. Um ein starkes Zeichen für Inklusion und Akzeptanz zu setzen, haben wir uns bereits am Vortag schulintern intensiv mit diesem wichtigen Thema auseinandergesetzt. In allen Jahrgangsstufen stand die Botschaft im Mittelpunkt: Vielfalt ist ein Gewinn, und jeder Mensch ist genau so wertvoll, wie er ist.
Aufklärung und Verständnis
Ein gemeinsamer Ausgangspunkt war in vielen Klassen der informative Logo!-Beitrag über das Down-Syndrom. Die Kinder erfuhren, was das Down-Syndrom bedeutet und wie wichtig es ist, jeden Menschen so zu akzeptieren, wie er ist. Während die 5. Klasse ihre Erkenntnisse durch die Gestaltung bunter Socken – dem internationalen Symbol des Tages – festhielt, beschäftigte sich die Klasse 3 zusätzlich mit dem Lied „Anders ist gut“ von Bibi und Tina. Dabei reflektierten die Kinder ihre eigenen Besonderheiten auf persönlichen Arbeitsblättern.
Vielfalt in der Literatur und im Spiel
In den Klassen 1/2b und 1/2c diente die Literatur als Brücke zur Thematik: Das Bilderbuch „Irgendwie anders“ bzw. die Geschichte von „Elmar, dem Elefanten“ regten zu intensiven Gesprächen über Gefühle, Stärken und das eigene Anderssein an. Als kreative Symbole für Toleranz und Zusammenhalt entstanden eine beeindruckende Menschenkette (Klasse 1/2b) sowie individuell gestaltete Elefanten (Klasse 1/2c).
Perspektivenwechsel durch Erleben
Besonders praxisnah gestaltete sich der Tag in der 4. Klasse. Nach der theoretischen Einführung durchliefen die Kinder verschiedene Stationen, die den Fokus auf Feinmotorik, Blickkontakt und Gemeinschaft legten. Ziel war es, sich bewusst in andere Situationen hineinzuversetzen. Den Abschluss bildete eine Teamaufgabe, bei der die Kinder durch das Zusammensetzen von Puzzleteilen erlebten, wie aus vielen Einzelteilen erst durch das Miteinander ein großes Ganzes wird.
Ein starkes Zeichen für unsere Schulgemeinschaft
Der Welt-Down-Syndrom-Tag hat allen gezeigt: Jeder von uns ist einzigartig, und genau diese Verschiedenheit macht unsere Schule so lebendig. Ob durch bunte Socken, künstlerische Projekte oder reflektierte Teamarbeit – unsere Schülerinnen und Schüler haben eindrucksvoll bewiesen, dass Toleranz bei uns nicht nur ein Wort ist, sondern gelebter Alltag.




Im März wurde es bei den Drittklässlern richtig spannend: Der Teamwettbewerb Mathematik stand an! In Dreiergruppen machten sich die Kinder an eine knifflige Fermi-Aufgabe.
Was ist das überhaupt? Ganz einfach: Hier gibt es nicht um die eine richtige Lösung. Stattdessen wird geschätzt, überlegt, ausprobiert und gerechnet, was das Zeug hält. Die Kinder mussten ihren Lösungsweg gut durchdenken und anschließend auf einem Plakat verständlich darstellen.
Die große Frage lautete diesmal:
Wie viele Papierhandtücher verbraucht eine Klasse in einer Woche?
Ganz schön knifflig! Die Kinder überlegten zuerst, wie viele Papierhandtücher ein Kind am Tag braucht – und rechneten das dann auf die ganze Klasse und eine ganze Woche hoch. Da wurde fleißig geschätzt, gerechnet und diskutiert!
Am Ende ging es ans Präsentieren. Gar nicht so einfach, den eigenen Rechenweg vor der Klasse zu erklären – aber alle Gruppen haben das richtig toll gemeistert!
Besonders erfolgreich waren Hanna Holzmann, David Rüger und Jonah Senner aus der 3. Klasse. Die drei dürfen unsere Schule nun im Schulamtsbezirk vertreten. Wir drücken euch fest die Daumen für die nächste Runde – ihr schafft das!
Am Dienstag, den 10. März 2026, besuchte Herr Bauer vom Hospiz in Memmingen die Religionsklasse 8/9 unserer Schule. In seinem Vortrag berichtete er den Schülerinnen und Schülern über seine Arbeit mit schwerstkranken und sterbenden Menschen.
Herr Bauer erklärte zunächst, was ein Hospiz ist. In einem Hospiz werden Menschen betreut, die unheilbar krank sind und sich in ihrer letzten Lebensphase befinden. Ziel der Hospizarbeit ist es, diesen Menschen möglichst viel Lebensqualität und Würde zu ermöglichen. Die Hospizbewegung setzt sich dafür ein, den Betroffenen in ihrer verbleibenden Zeit nicht nur medizinische Betreuung, sondern auch menschliche Nähe, Gespräche und kleine Momente der Freude zu schenken – also „dem Leben mehr Tage zu geben“.
Das erste Hospiz in Deutschland wurde 1986 in Aachen gegründet. Seitdem hat sich die Hospizbewegung stark weiterentwickelt. Auch das Hospiz in Memmingen arbeitet mit vielen engagierten Menschen zusammen: Dort sind etwa 85 ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen und -begleiter tätig, außerdem 14 hauptamtliche Mitarbeitende sowie 9 ehrenamtliche Vorstandsmitglieder.
Alle Beteiligten leisten einen wichtigen Beitrag. Sie nehmen sich Zeit für Gespräche, schenken den Patientinnen und Patienten menschliche Zuwendung, helfen im Alltag und hören aufmerksam zu. Manchmal bedeutet ihre Aufgabe auch einfach, gemeinsam zu schweigen und für die Sterbenden da zu sein.
Herr Bauer berichtete außerdem über die sogenannte SAPV (Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung). Dieses Angebot ermöglicht es schwerstkranken Menschen, zu Hause zu bleiben, wenn sie nicht ins Krankenhaus möchten. Ein spezialisiertes Team betreut die Patientinnen und Patienten rund um die Uhr und begleitet sie auch in ihrer letzten Lebensphase.
Seit etwa zwölf Jahren engagiert sich Herr Bauer selbst als Hospizbegleiter in der Region Tussenhausen. In dieser Zeit hat er ungefähr 30 Menschen auf ihrem letzten Lebensweg begleitet. Er erzählte den Schülerinnen und Schülern, dass ihn manche Schicksale auch persönlich beschäftigen, besonders wenn er einen Menschen über längere Zeit begleitet hat und dieser schließlich stirbt.
Um mit diesen Erfahrungen umgehen zu können, treffen sich die Begleiterinnen und Begleiter regelmäßig zu sogenannten Reflexionstreffen. Dort sprechen sie gemeinsam über ihre Erlebnisse und verabschieden sich in einem kleinen Ritual von den Verstorbenen.
Am Ende seines Besuchs berichtete Herr Bauer auch von seinen eigenen Vorstellungen für das Lebensende. Er sagte, dass er im Falle einer schweren Krankheit keine lebensverlängernden Maßnahmen wie Beatmungsgeräte wünschen würde. Außerdem möchte er, dass bei seiner Beerdigung keine Reden gehalten werden.
Der Besuch von Herrn Bauer hinterließ bei der Klasse einen nachhaltigen Eindruck. Die Schülerinnen und Schüler erhielten einen eindrucksvollen Einblick in die wichtige und zugleich sehr menschliche Arbeit der Hospizbewegung.

Sportlich und lebhaft ging es beim Vernetzungstreffen in der Turnhalle der Grundschule Amendingen zu. Die Stühle für die rund 120 Teilnehmenden aus Schule, Verein und Verband waren umrahmt von sportlichen Aktivitäten des Mental Fit-Pfads, der Sport Station, der Indoor-Stocksportmatte, von Infoständen und den Sport Cafés der beteiligten Partner. Grundschülerinnen und Grundschüler tanzten zum Auftakt, flitzten im Vorprogramm mit und ohne Ball durch verschiedene Parcours.

Besonders stolz kann die Grundschule Ettringen auf ihre Schülerinnen und Schüler sein. Gemeinsam mit dem TSV Ettringen übernahmen die Kinder einen wichtigen aktiven Teil der Veranstaltung. Mit viel Begeis-terung, Können und Freude an der Bewegung präsentierten sie sich den Gästen und zeigten eindrucksvoll, wie erfolgreich die Zusammenarbeit zwischen Schule und Verein bereits gelebt wird.
Die Kinder waren nicht nur Zuschauer, sondern gestalteten das Programm aktiv mit. Sie sorgten für eine tolle Atmosphäre und machten deutlich, wie viel Spaß gemeinsamer Sport und Bewegung machen können. Ihr Engagement wurde von den zahlreichen Gästen mit großem Applaus gewürdigt.
Das sportliche Ambiente spiegelte zum einen das Veranstaltungsmotto „Sportvereine als Bewegungspartner in der Schule und im sportorientierten Ganztag“ wider, demonstrierte aber auch gleichzeitig das große Netzwerk, das im Unterallgäu rund um das Projekt GemeinsamAKTIV in Schule und Verein bereits entstanden ist.
Dass in den Sportvereinen die „Fachkräfte“ vorhanden sind, um den schulischen Ganztag mit qualitativ hochwertigen Sport- und Bewegungsangeboten zu bereichern, wurde in den Grußworten des Bürgermeisters, des stellvertretenden Landrats und des BSJ-Vorsitzenden Michael Weiß unisono betont. Neben den baulichen Voraussetzungen als Hausaufgaben der Kommunen müsse nun gemeinsam über die Inhalte nachgedacht werden. Dafür sollte das Vernetzungstreffen die Gelegenheit bieten, das im Vorfeld und an dem Abend selbst durch Markus Wörle von der Schulabteilung und der Sportreferentin der Regierung von Schwaben, Frau Julia Tietze-Wagner, unterstützt wurde.
Welche Voraussetzungen im Zusammenspiel zwischen Schule und Sportverein erfüllt werden müssen und welche Kooperationsformen möglich sind, haben Achim Engelking von der Landesstelle für den Schulsport und die zuständigen Ganztagskoordinatorinnen von der Regierung, Petra Schweizer und Julia Behr, in ihren Impulsvorträgen aufgezeigt. Zum Beispiel ging es um die passenden Übungsleiterlizenzen, das Anbahnen von Kooperationen durch Schnuppertage oder über die wöchentlich stattfindenden Sportarbeitsgemeinschaften (SAGs) bis hin zur Übernahme der Teil- bzw. Vollkooperationspartnerschaft durch einen Verein.
Wie die gemeinsame Beratung der unterschiedlichen Player vor Ort durch die BSJ-Kreiskoordinatoren und die Koordinatoren für die Zusammenarbeit von Schule und Verein erfolgen könnte, stellte Dr. Kathrin Köhler zunächst in der Theorie vor. Was aus dieser Vernetzungsidee in der Praxis entstanden ist, wurde am Best Practice Beispiel „GemeinsamAKTIV in Schule und Verein“ deutlich. Chris Walter, Lehrer und Koordinator für die Zusammenarbeit Schule und Verein über das Projekt, das unter der Schirmherrschaft von Klaus Holetschek gemeinsam mit der Bayerischen Sportjugend (BSJ) im Kreis Unterallgäu und dem Kreisjugendring Unterallgäu initiiert wurde: „Die GEMEINSAM AKTIV-Projekttage sollen den Kindern die Freude an der Bewegung vermitteln, und ihnen zeigen, wie man sich beim Sport gegenseitig stark machen und unterstützen kann. Und sie sollen einen Impuls geben, mit örtlichen Vereinen zusammenzuarbeiten. Gerade vor dem Hintergrund des ab 1. August 2026 stufenweise einzuführenden Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter ist dies enorm wichtig und eine besondere Chance, den Ganztag sportlich und sinnvoll zu gestalten. Unser Ziel ist es, möglichst viele Kooperationen zwischen Schulen, Trägern des Ganztags und Vereinen anzustoßen.“ Die Sport Station, die auch beim Vernetzungstreffen vorgestellt wurde, ist dabei ein „Hilfsmittel“, das vielseitig einsatzbar ist und für die Kinder einen hohen Aufforderungscharakter hat.

Nach den einführenden Worten von Chris Walter stand das gesamte Netzwerk auf der Bühne, um in einer kurzen Talkrunde die Vorzüge der Initiative GemeinsamSTARK aus Sicht der beteiligten Schulen, Vereinen, Träger und der Kinder zu schildern. Bereits neun Grund- und Mittelschulen haben in diesem Rahmen verschiedene Sportarbeitsgemeinschaften (SAGs) eingeführt. Drei davon erhielten beim Vernetzungstreffen ihr GemeinsamAKTIV-Schild, um das Engagement auch nach außen hin sichtbar zu machen: die Grund- und Mittelschule Erkheim, die Ludwig-Aurbacher-Mittelschule Türkheim und die Albert-Schweitzer-Grund- und Mittelschule Ettringen.

Die Kreisvorsitzende der BSJ Unterallgäu, Josi Schiebel, stellte als nächsten Schritt die GemeinsamAKTIV-Fortbildungen vor, die entwickelt wurden, um weiteres Personal für die Mitwirkung im sportorientierten Ganztag zu begeistern und zu qualifizieren.
Passend zum „Jahr der Schule des DFB“ haben Schul-, Vereins- und Verbandsvertreter gemeinsam über die Entstehung und Entwicklung der SAG und des Mädchenfußballstützpunkts an der Maria-Ward-Realschule Mindelheim in Kooperation mit dem SV Auerbach-Stetten berichtet. Der gegenseitige Austausch, die Teilnahme an den Schulsportwettbewerben im Fußball, die SAG-Pauschale, das Ausleihen der Sport Station, der Gewinn neuer Mitglieder und Talente sowie der Besuch des DFB-Mobils nannte die Vereinstrainerin als Vorzüge aus der Schul-Vereinskooperation.
Abgerundet wurden die Vorträge dann von den Unterstützungsangeboten der Sportfachverbände Tennis und Turnen, die mit den Aktionstagen „Talentino Scout“ für Tennis und den Kinder-Sportschulen KISS ihre Angebote im Grundschulbereich vorgestellt haben. Sowohl die Referenten als auch die Netzwerkpartner standen an den Sport Cafés zum intensiven Austausch und für weitere Fragen zur Verfügung.
Wir bedanken uns für die gelungene Organisation und Umsetzung bei allen Referenten und Beteiligten, insbesondere bei Chris Walter und seinem GemeinsamAKTIV-Netzwerk sowie bei der Schulleitung der gastgebenden Grundschule Amendingen, Robert Hackenberg, und dem Moderator des Abends, Bastian Mönius.
Das Vernetzungstreffen zeigte eindrucksvoll, wie wichtig Sport und Bewegung für Kinder sind und welche Chancen in der Zusammenarbeit von Schulen und Vereinen liegen. Die Grundschule Ettringen und der TSV Ettringen haben dabei bewiesen, dass sie starke Partner sind und gemeinsam einen wertvollen Beitrag für einen aktiven und gesunden Schulalltag leisten.
