„Alles, was du brauchst zum Lernen, zum Wachsen, zum Glücklichsein, trägst du bereits in dir!“
Mit dem Ziel, unseren Schülerinnen und Schülern zu zeigen, dass sie einzigartig und perfekt sind, so wie sie sind, durften unsere Grundschulklassen jeweils einen ganzen Schulvormittag mit Frau Graf verbringen und lernten Werkzeuge kennen, die ihnen bei der Bewältigung von alltäglichen Problemen helfen können. Frau Graf ist ausgebildete Erzieherin, Selbstbehauptungs- und Resilienztrainerin, Meditationscoachin und Beraterin für Mobbingprävention nach „Stark auch ohne Muckis“.

Zu Beginn des Projekttages lag der Fokus auf den Kernpunkten eines „guten und respektvollen Umgangs“ miteinander:
- Wir hören dem zu, der spricht!
- Wir schauen uns in die Augen!
- Ich bleibe bei mir! – Immer!
Noch ehe es um das Befinden der anderen in der Gemeinschaft gehen kann, soll und darf jedes Kind zu allererst für sich selbst sorgen dürfen:
„Was brauche ich, damit es mir gut geht?“ Denn:
„Ich möchte und darf mich selbst gut fühlen!“ -
„Ich bin nicht perfekt und das ist gut so.
Ich gebe mein Bestes und ich mag mich!“,
wiederholten die Kinder.
Welche Handlungsmöglichkeiten die Kinder haben, wenn dieses „In-sich-Ruhen“ durch andere gestört wird, brachte Frau Graf ihnen durch ihre „tierischen Helfer“ nahe: Eine störende Mücke piesackte erst ein Schaf, das der Situation lediglich meckernd begegnete und das Verhalten der Mücke so nur weiter verschlimmerte. Danach traf die gemeine Mücke auf einen Löwen, der einfach nur zur Seite ging und weiterhin in seiner Mitte ruhte.
Klar, dass ein echter Alltagsheld/eine echte Alltagsheldin ruhig bleibt wie der Löwe:
„Ich bin ruhig und entspannt, denn in der Ruhe liegt die Kraft!“
Um das Gelernte zu sichern und anzuwenden, mussten die Kinder mit den Angriffen von Stressika klarkommen, die ziemlich fiese Gemeinheiten und Beschimpfungen gegen einzelne von sich gab: „Dein Pulli ist aber hässlich!“ „Du bist blöd!“ usw.
Nach einer Pause begegneten die Schülerinnen und Schüler dem wichtigsten Menschen in ihrem Leben – sich selbst.
Dazu durften sie in ein Kistchen spitzeln, in dem ein Spiegel angebracht war.
Die Kinder reagierten sehr unterschiedlich auf dieses „Spiegel-Spiel“: Manche wurden sehr still, anderen war die Freude ins Gesicht geschrieben. Für viele unserer Schülerinnen und Schüler eine ganz besondere Erfahrung.
Was passiert, wenn es bereits zu Zerwürfnissen mit anderen gekommen ist?
Um dies zu veranschaulichen, wurde ein großes rotes Herz zerknüllt.
Denn mit jedem bösen Wort, mit jeder bösen Geste, jedem Zuschlagen, jedem Tritt und jedem gestellten Bein bekommt das Herz einen schlimmen Knick.
Nun überlegten alle gemeinsam, wie man so ein beschädigtes Herz wieder gesund machen kann.
Die Kinder hatten viele Ideen:
- Ich gebe eine innige Umarmung.
- Ich sage: „Ich habe dich lieb!“
- Ich entschuldige mich: „Es tut mir leid!“
- Ich lasse andere wieder mitspielen.
Mit jeder netten Geste wurde das Papierherz immer ein Stückchen weiter auseinandergefaltet. Die Spuren der schlimmen Wörter oder Taten waren dennoch weiter vorhanden und sichtbar. Das stimmte sehr nachdenklich.

Deshalb ist es für jeden einzelnen so wichtig, dass wir Tag für Tag einen guten und respektvollen Umgang miteinander pflegen, der getragen ist von Wertschätzung und Hilfsbereitschaft, damit kein Kind und kein Erwachsener mit einem so kaputten Herzen seinen Alltag bewältigen muss.
Auf dass allen ein wenig die Augen geöffnet wurden und wir friedlich und respektvoll durch die nächsten Schulwochen gehen.
Jeder von uns hat immer die Wahl, sich für das Gute im Leben zu entscheiden. (Karin Hartig)
Am Freitag, dem 17. Januar 2025 stand für die Klassen 3 und 3/4 der Ausflug in die Feuerwehrerlebniswelt an.
Mit großer Vorfreude machten wir uns mit dem Bus auf den Weg nach Augsburg. Dort angekommen, wurden die Kinder in zwei Gruppen aufgeteilt, da wir zwei Führungen erhielten. Die Mitarbeiter der Feuerwehrerlebniswelt präsentierten unterschiedlichste Stationen rund um das Thema Feuer und Feuerwehr. Dabei wurden auch die SchülerInnen aktiv und konnten Situationen aus Einsätzen hautnah miterleben. So hatten sie die Möglichkeit, einen stockdunklen Raum zu betreten, der verstehen lässt, wie sich Feuerwehrkräfte bei einem Brandeinsatz in Räumen mit Rauch fühlen und wie schwer die Orientierung darin ist. Von außen konnte der Rest der Gruppe das Geschehen mittels einer Wärmebildkamera verfolgen. Diese hilft den Einsatzkräften, vermisste Personen in den Rauchschwaden zu finden. Gleichzeitig wurde das richtige Verhalten in einem Raum mit starker Rauchentwicklung thematisiert. So ist es wichtig, sich bemerkbar zu machen und sich nicht hinter Gegenständen zu verstecken. Im schlechtesten Fall ist die Person dann mit der Wärmebildkamera nicht mehr zu erkennen.

Auch Löscharbeiten wurden ausprobiert. Es gab eine Löschstation mit Wasserschläuchen, bei welcher man ein "brennendes" Haus löschen musste sowie den Einsatz eines Handfeuerlöschers mit Stoppuhrfunktion, um nachzuvollziehen, wie lange es dauern kann, bis ein Brand gelöscht ist. Die Fitness kam ebenfalls nicht zu kurz. An Stationen mit einer Klimmzugstange sowie einer Endlosleiter konnte man testen, was Feuerwehrkräfte bei ihrer Einstellung und auch während eines Einsatzes gegebenenfalls leisten müssen.
Ein besonderes Highlight war die Feuerwalze. Hier wurde demonstriert wie gefährlich es sein kann, eine Tür zu öffnen, hinter der es brennt. Die SchülerInnen konnten sich dabei in einen sicheren Raum stellen, an dessen Decke eine Feuerwalze entstand. Auf diese Weise konnte die Kraft und Hitze eines solchen Geschehens hautnah erfahren werden.
Nach den Führungen konnten sich die Kinder frei in Feuerwehrerlebniswelt bewegen und Stationen besuchen, die sie besonders interessierten. So gab es unter anderem einen Fahrparcours, eine Feuerwehrstange, eine nachgestellte Leitzentrale und vieles mehr.

Das Ende des Ausflugs kam viel zu schnell und einige Kinder wären gerne noch länger geblieben. Wir freuen uns sehr, dass wir diesen Ausflug verwirklichen konnten und den Klassen die Chance geben konnten, ihr HSU Wissen anzuwenden, zu festigen und zu erweitern. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Förderverein und die Gemeinde Ettringen, die uns finanziell unterstützten.
