Wenn jemand eine Reise tut…

… so kann er was erzählen, das wusste schon der Dichter Matthias Claudius. Vergleicht man unsere gemeinsame Schulzeit mit einer Reise, so gerät scheinbar zunächst das Ziel in den Blick: der Abschluss der Mittelschule, vorzugsweise mit dem Qualifizierenden Abschluss in der Tasche. Für die meisten unserer Reisegruppe rückte dieses Ziel jedoch erst ein wenig später in den Blick und so galt es, gemeinsam beharrlich und auf vielfältige Weise daran zu erinnern, Kurskorrekturen anzuregen, Überzeugungsarbeit zu leisten und Unterstützung anzubieten. Immer wieder änderte sich unsere Gruppe, Neue kamen dazu, andere gingen, wechselten den Ort. Ganz reibungslos verliefen diese Wechsel nicht und so mussten wir uns fortwährend in Erinnerung rufen, dass man gemeinsam mehr erreichen kann und zusammen stärker ist. Gar nicht so leicht, wenn man nicht nur als Gruppe zum schulischen Ziel reist, sondern auch selbst, jeder für sich, die Reise zum Jugendlichen und jungen Erwachsenen durchläuft. Was man dabei erleben darf, ist ungemein spannend, zuweilen aber auch verwirrend und nervenaufreibend.

Einzelne Reiseetappen führten uns daher zu teambildenden Aktionen, für die wir uns besonders bei Elisabeth Behr, unserer Schulsozialarbeiterin, bedanken möchten, ebenso wie für ihre individuelle und engagierte Unterstützung so vieler Schülerinnen und Schüler über die gemeinsame Schulzeit. Sportliche und kulturelle Ereignisse, wie der Kinotag mit der Regisseurin Mo Asumang und insbesondere die Berufsorientierung führten uns auf weitere Reisen und lockerten den manchmal vielleicht eintönigen Schulalltag auf. In Augsburg erwartete uns dabei die „infau“, in Memmingen die Werkstattphase bei Herrn Zarkadas sowie viele Berufswahl- und Ausbildungs-Messen, um nur einige zu nennen. Immer wieder erhielten aber auch wir Besuch: Betriebe stellten sich uns vor, die Genossenschaftsbank, die AOK, das Hospiz St. Elisabeth aus Memmingen, u.v.m. Die Berufsberatung mit Frau Goldstein und die Berufseinstiegsbegleitung mit Frau Windisch standen zudem immer empathisch und zupackend für uns parat und verhalfen manchem zur gewünschten Ausbildung.

Als langsam das finale Ziel in Sichtweite kam, wollten wir nach längerer Corona-bedingter Pause den bewährten Brauch der Abschlussfahrt wiederbeleben. Ein erster Vorschlag, eine gemeinsame Segeltour auf dem Ijsselmeer vor der holländischen Küste zu unternehmen, wurde verworfen und so bestimmte die Klasse basisdemokratisch per iServ-Abstimmung einen Ort in näherer, vertrauterer Umgebung: die Jugendherberge im Kloster Benediktbeuern. Anfang April machten wir uns auf den Weg dorthin, unternahmen Ausflüge zum Bowlen nach Bad Tölz, eine Wanderung zu den Kuhflucht-Wasserfällen nahe Garmisch-Partenkirchen bei nahezu winterlicher Witterung sowie einen Ausflug in die Bavaria Filmstudios nach München-Grünwald.

Benedikt4b 

So gestärkt begaben wir uns auf die Startbahn Richtung Quali. Unterstützt und motiviert durch Gudrun Diekamp und Reem Omar vom Gelben Haus im Quali-Training und unter Zuhilfenahme von Sammlungen alter Aufgaben, Lernvideos, Lern-Apps usw. wurde wiederholt, erklärt, geübt. Nachdem nach all der Anstrengung das ersehnte Ziel nun endlich erreicht ist, gilt es erneut Ausschau nach den nächsten Zielen zu halten.

Ich hoffe und wünsche euch allen sehr, dass ihr trotz manch empfundener Zumutung die Schulzeit in guter Erinnerung behaltet und dass ihr nun weiterhin mit einem kritischen, zugewandten und breiten Blickwinkel auf diese sich schnell ändernde Welt blickt, nicht die Augen vor Neuem verschließt, auch bei Rückschlägen zuversichtlich und offen gegenüber euren Mitmenschen bleibt!

Alle meine guten Wünsche sowie die meiner Kolleginnen und Kollegen mögen euch auf eurer weiteren Lebensreise begleiten! Mit den Worten des Schriftstellers Jack Kerouac ausgedrückt: „The best teacher is experience and not through someone’s distorted point of view.” Macht‘s in diesem Sinne nun gut – ich werde immer gerne an euch und unsere gemeinsame Reise denken!                                                                 (Sebastian Koch)

Am Mittwoch, den 10. April 2024 durften wir, die Klasse 3, im Rahmen des HSU- Themas „Feuer, Verbrennung und Brandschutz“ die Freiwillige Feuerwehr in Ettringen besuchen.

Vier Feuerwehrmänner nahmen sich viel Zeit, um uns Ausrüstung, Geräte, Fahrzeuge und das gesamte Feuerwehrhaus zu zeigen und zu erklären.

Zunächst bekamen wir wunderbar nützliche Tipps zur Ersten Hilfe, zum Beispiel, wo in Ettringen Defibrillatoren zu finden sind

Feuerwehrmann Huber öffnete für uns einen Defibrillator. Das Gerät kann sprechen und Anweisungen geben, wie es zu benutzen ist. Das war spannend und gleichzeitig ein wenig unheimlich…

Weiter ging es mit der Rettungsschere und dem Spreizer.

Wir durften die Geräte halten und waren erstaunt, wie schwer sie sind. Mit dem Gerät zerquetschte Herr Huber dann ein Stück Metall und jeder von uns war froh, dass sein Finger nicht da drin war!

Als nächstes durften wir staunen, wie ordentlich so ein Feuerwehrauto eingeräumt ist.

Jedes Gerät hat seinen Platz, denn im Notfall muss alles schnell gehen und es darf keine Zeit mit Suchen vergeudet werden. Vielleicht sogar ein guter Tipp, um die benötigten Materialeien im Unterricht schneller parat zu haben?

Das Highlight war, dass wir in kleinen Gruppen im Feuerwehrauto mitfahren durften. Das war sehr spannend und aufregend.

Zum Schluss waren wir uns alle einig, dass wir mit 12 Jahren zur Jugendfeuerwehr gehen!

Wir bedanken uns herzlich für den spannenden Vormittag bei der Feuerwehr und Herrn Huber und seinen Kollegen für die gute Organisation! Alles Gute und Wasser marsch!

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