Vom 6. bis 10. Juli 2026 nahmen die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen an der Woche der Berufsorientierung im Berufsbildungswerk St. Elisabeth im Augsburger Univiertel teil. Täglich erhielten sie die Möglichkeit, verschiedene Berufsfelder praxisnah kennenzulernen und ihre eigenen Interessen und Fähigkeiten zu erproben.
Bereits drei Wochen zuvor hatten die Jugendlichen im Rahmen einer Potenzialanalyse ihre persönlichen Stärken kennengelernt. Auf dieser Grundlage wurden sie den für sie geeigneten Arbeitsbereichen zugeteilt. Ziel der Berufsorientierungswoche war es, unterschiedliche Berufsfelder praktisch zu erleben und herauszufinden, welche Tätigkeiten den eigenen Interessen und Fähigkeiten entsprechen.
Am Montag und Dienstag arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in den Bereichen Hauswirtschaft, Holzverarbeitung sowie Gartenbau. Von Mittwoch bis Freitag wechselten die Gruppen in die Bereiche Metall, Farbe und Handel, sodass alle Jugendlichen im Laufe der Woche vielfältige praktische Erfahrungen sammeln konnten.
In der Gärtnerei wurden Beete umgegraben, ein Weg neu mit Kies unterfüttert und Blumentöpfe bepflanzt. In der Holzwerkstatt entstanden dekorative Untersetzer für heiße Töpfe sowie kleine Miniatur-Basketballkörbe. Im Bereich Hauswirtschaft bereiteten die Schülerinnen und Schüler unter anderem süße Partyhörnchen und Wraps zu.

Auch in den weiteren Werkstätten wurde mit großem Engagement gearbeitet. In der Malerwerkstatt gestalteten die Jugendlichen großformatige Schachbrettmuster auf Leinwänden. In der Metallwerkstatt fertigten sie Flaschenöffner an, während im Bereich Handel Grundlagen des Handels sowie typische Arbeitsabläufe im Verkauf simuliert wurden.


Die Pausen verbrachten die Schülerinnen und Schüler auf dem weitläufigen Gelände des Berufsbildungswerks. Neben zahlreichen Bewegungsmöglichkeiten standen ihnen die Brotzeitoase sowie das Casino offen, in denen sie sich mit frischen Speisen und Getränken stärken konnten.
Viele Jugendliche hatten sichtlich Freude an den abwechslungsreichen Aufgaben und waren stolz darauf, ihre selbst hergestellten Werkstücke mit nach Hause nehmen zu können. So fanden unter anderem bepflanzte Blumentöpfe, Miniatur-Basketballkörbe, Flaschenöffner oder selbst gefertigte Untersetzer ihren Weg nach Hause und erinnerten an eine abwechslungsreiche Woche.
Ein wichtiger Bestandteil der Berufsorientierungsmaßnahme waren außerdem die individuellen Rückmeldegespräche, die in der darauffolgenden Woche an der Schule stattfanden. In rund dreißigminütigen Gesprächen erhielten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit der Leiterin der Maßnahme, Frau Zeller, eine ausführliche Einschätzung ihrer Stärken, ihrer Arbeitsweise und ihrer Eignung für die einzelnen Berufsfelder. Diese persönlichen Rückmeldungen boten den Jugendlichen wertvolle Orientierung für ihre weitere Berufsfindung und halfen ihnen dabei, ihre Fähigkeiten und Interessen noch besser einzuschätzen.
Besonders wertvoll war für viele Schülerinnen und Schüler die Erfahrung, sich in unterschiedlichen Berufsfeldern praktisch ausprobieren zu können. Einige entdeckten dabei neue Interessen oder Talente, andere stellten fest, dass bestimmte Tätigkeiten nicht ihren Vorstellungen entsprachen. Auch diese Erkenntnis ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer passenden Ausbildungs- und Berufswahl. Insgesamt bot die Woche der Berufsorientierung allen Beteiligten wertvolle Einblicke in die Arbeitswelt und unterstützte die Jugendlichen dabei, ihre berufliche Zukunft bewusster und fundierter zu planen.
(Sebastian Koch)
