Am 24. Juni 2026 war das EUKITEA-Theater aus Diedorf bei Augsburg erneut zu Gast an unserer Schule und führte in der alten Turnhalle das Theaterstück „Raus bist du!“ auf. Die eindrucksvolle Inszenierung beschäftigte sich mit dem wichtigen Thema Mobbing und zeigte auf bewegende Weise, welche Folgen Ausgrenzung für Betroffene haben kann, aber auch, wie gemeinsames Handeln und Zivilcourage helfen können.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Sabrina, die zunächst einen ganz normalen Schulalltag erlebt. Als sie ihrer Mitschülerin Daniela jedoch nicht mehr erlaubt, ihre Hausaufgaben abzuschreiben, sucht Daniela nach einer Möglichkeit, sich zu rächen. Sie sorgt dafür, dass Sabrina als Einzige nicht zu Martins Geburtstagsparty eingeladen wird. Was zunächst wie eine Kleinigkeit erscheint, entwickelt sich nach und nach zu systematischem Mobbing: Sabrina wird ausgeschlossen, verspottet, ihre Sachen werden beschädigt und niemand traut sich, ihr beizustehen. Selbst ihre Freunde ziehen sich aus Angst oder Gruppendruck von ihr zurück.

Mit der Zeit leidet Sabrina immer stärker unter der Situation. Sie fühlt sich einsam, verliert ihre Freude am Schulalltag und wird zunehmend krank. Erst als ihre Mutter bemerkt, wie schlecht es ihrer Tochter geht, sucht sie das Gespräch mit der Schule. Klassenlehrer Herr Wenke greift die Situation auf und arbeitet gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern an einer Lösung. Dabei verzichtet er auf Schuldzuweisungen und setzt stattdessen auf Verantwortung, Wertschätzung und die Bereitschaft der Klasse, gemeinsam etwas zu verändern. Schritt für Schritt verbessert sich das Miteinander, und Sabrina findet wieder Anschluss an ihre Mitschülerinnen und Mitschüler.

Die Schauspielerinnen und Schauspieler überzeugten mit einer abwechslungsreichen Inszenierung. Besonders eindrucksvoll waren die ausdrucksstarken Masken und das körperbetonte Spiel, mit denen Gefühle wie Angst, Wut und Ausgrenzung sichtbar gemacht wurden. Auch humorvolle Szenen lockerten das ernste Thema auf, ohne dessen Bedeutung zu schmälern. Die Bilder des Stücks blieben dadurch besonders eindrucksvoll in Erinnerung.

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Im Anschluss an die Aufführung hatten die Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit, den Darstellerinnen und Darstellern Fragen zu stellen und gemeinsam über das Thema Mobbing zu sprechen. Dabei wurde deutlich, wie wichtig es ist, nicht wegzusehen, sondern Betroffene zu unterstützen und Probleme frühzeitig anzusprechen.

Das Theaterstück machte eindrucksvoll deutlich, dass Mobbing jeden treffen kann und oft durch das Schweigen der Mitläufer verstärkt wird. Gleichzeitig zeigte es, dass Veränderungen möglich sind, wenn Menschen Verantwortung übernehmen und gemeinsam nach Lösungen suchen. Die Aufführung regte zum Nachdenken an und hinterließ bei vielen Zuschauerinnen und Zuschauern einen nachhaltigen Eindruck.

Sebastian Koch

   
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