Bei allem, was man tut, das Ende zu bedenken, ist Nachhaltigkeit.
(Eric Schweitzer)
Vom 7. bis 16. Mai 2025 stärkten die Klassen 1/2a-c und 1d ihr Umweltbewusstsein und nachhaltiges Verhalten an fünf Projekttagen im Rahmen der Alltagskompetenzwochen. Jeder Projekttag stand unter einem übergeordneten Motto und wurde handlungsorientiert gestaltet. Besonderer Dank gilt den Eltern, die das Projekt unterstützt haben.
- Mülltrennung und „Weg vom Müll“
Haben bereits die Neandertaler Müll produziert? Mit dieser Frage startete Frau Miller vom Bund Naturschutz ihren Vortrag. Die Antwort ist Nein; der „Müll“ der Neandertaler war natürlich und somit kein Problem. Erst mit der Erfindung von Plastik schaffte sich die Menschheit die lästigste Sache der Welt: Müll. Keiner will ihn haben und für Natur und Tiere ist er schädlich. Gemeinsam mit Frau Miller sortierten die Kinder die Beispielgegenstände in „guten“ und „schlechten“ Müll. Dinge, die recycelt oder wiederverwendet werden können, zählen zum guten Müll. Unnötige Verpackung und Einweg-Plastik zählen zum „schlechten“ Müll. In einem zweiten Schrott trennen die SchülerInnen den Müll und sortieren ihn in einer Lernwerkstatt selbstständig in die richtigen Tonnen ein. Am Ende steht jedoch eins fest: „Kein Müll“ ist der beste Müll.

- Plastik vermeiden
Was ist eigentlich Plastik? Und warum ist es ein Problem für unsere Welt? Dieser Frage widmeten sich die SchülerInnen anhand von Stationen und stellten fest, dass Plastik sehr praktisch sein kann, da es formbar leicht und bunt ist. Aber es ist auch gefährlich, da es mit Chemikalien produziert wird und nicht verrottet, sondern nur in Mikroplastik zerfällt. Plastik wird aus endlichen Ressourcen hergestellt und kann nur in geringem Anteil recycelt werden. Deshalb sollte man beim Einkauf darauf achten, die plastikfreie Option zu wählen. Die SchülerInnen durften an Stationen entdecken, in welchen Gegenständen sich Plastik verbirgt und lernten auch die entsprechenden plastikfreien Alternativen kennen, wie zum Beispiel den plastikfreien Kaugummi. Um Lebensmittel plastikfrei frisch zu halten, stellten die Kinder in der Schulküche Bienenwachstücher aus alten Baumwollstoffen und Bienenwachspastillen her. Somit ist auch die Brotzeit in Zukunft plastikfrei.

- Müll sammeln
Um einen Beitrag zur sauberen Umwelt zu leisten, sammelten die Klassen auf dem Schulgelände, dem Spielplatz und im Ort Müll. Die Kinder fühlten sich nach dem Sammeln gut, da sie einen Beitrag zum Umweltschutz leisten konnten. „Ich fühle mich wie ein Baum, weil auch dieser der Natur etwas Gutes tut; wie ich beim Müll-Sammeln“, äußerte sich ein Kind der Klasse 1/2a.

- Insektenschutz
Ich habe sechs Beine und zwei Fühler und bin wichtig für unsere Natur. Wer bin ich? Richtig: ein Insekt. Insekten sind für unser Ökosystem elementar; sie bestäuben Pflanzen, sind Futter für andere Tiere, schützen vor Schädlingen und machen den Boden wieder fruchtbar. Doch wir Menschen haben ihnen mit Pestiziden, hellen Beleuchtungen, kurzgeschorenem Rasen und schnellen Straßen den Lebensraum geraubt. Um Gutes für Insekten zu tun, gibt es viele Möglichkeiten: Bio-Lebensmittel kaufen, Insektenhotels bauen, Totholz liegen lassen, Wildblumenwiesen anlegen und den Rasen seltener mähen. Die SchülerInnen stellten für das Anlegen von Wildblumenwiesen eigene Saatkugeln mit Samen für Insekten her.

- Nachhaltiger Konsum
Was macht man, wenn das Lieblingskleidungsstück ein Loch hat oder nicht mehr passt? Wir sagen: Zu schade für die Mülltonne. Bis so ein Kleidungsstück hergestellt wird, muss es einen weiten Weg gehen. Die Herstellung eines T-Shirts - von der Baumwollpflanze bis ins Regal - behandelten die Klassen mit dem Bilderbuch: „Das himmelblaue T-Shirt“, indem ein T-Shirt Fairtrade produziert wird. Auch die Kleidung der Schüler hat laut Etiketten oft einen weiten Weg hinter sich. Deshalb wollen wir Kleidung, die zu klein wird oder kaputt geht, nicht wegwerfen, sondern im Sinne der Nachhaltigkeit verschenken, tauschen, flicken oder neugestalten.

