Seit dem 27.03.2025 ist die Workshopreihe „Alltagshelden – Gemeinsam Kinder stärken“ an Grund- und Mittelschule abgeschlossen und die Schule wurde von Madeleine Graf mit dem Zertifikat „Alltagshelden“ ausgezeichnet.

Alle Jahrgangsstufen der Grund- und Mittelschule haben an den ganztägigen Workshops teilgenommen und wurden befähigt, als Alltagshelden durch ihren Schulalltag zu gehen.

Ziel des Workshops war es, mit den Jugendlichen und Kindern zu erarbeiten, dass sie die Herausforderungen im (Schul-) Alltag mit Hilfe von Selbstfürsorge und dem Fokus auf ihre Stärken spielend meistern können.

Bei den Mittelschülern wurde zu Beginn das Augenmerk auf die individuellen Stärken jedes Einzelnen gelegt. In Begleitung ruhiger Musik durften die Schüler sich Zeit nehmen, zu überlegen was sie richtig gut können und dies aufschreiben. Im Anschluss wurde die Selbst- mit der Fremdwahrnehmung abgeglichen. Die Schüler gingen reihum und durften zu jedem Mitschüler etwas Positives notieren, eine positive Erinnerung oder eine Eigenschaft, die man am anderen schätzt. Man konnte beobachten, wie viele Schüler sich das Geschriebene der Mitschüler doch etwas genauer angesehen haben und bei dem ein oder anderen ein Lächeln im Gesicht auftauchte.

Frau Graf lenkte die Aufmerksamkeit auf das Thema Selbstbestimmung und Selbstwertgefühl. In Spielen und Anekdoten wurde bildlich dargestellt, dass jeder Einzelne sich jeden Tag entscheiden kann, wer er ist und mit welcher Einstellung er an Dinge herangeht. Wähle ich den „Kackhaufen“ oder wähle ich das „Geschenk“. Jeder darf wählen, wer bin ich und gehe ich Negativ in die Schule oder auf andere Menschen zu oder versuche ich jeden Tag so schön wie möglich zu gestalten und das Beste herauszuholen.

Im Laufe des Vormittags wurde nach der Grundlage des eigenen Anteils am Schulalltag und dem Mindset, mit dem man Situationen begegnet das Thema Mobbing angesteuert. Die Mobbingpräventionsberaterin Madeleine Graf sprach mit den Schülern über Vorurteile und Meinungsbildung und ließ immer wieder Methoden einfließen, um ein faires und aufgeschlossenes Miteinander zu ermöglichen. In einer Übung wurde den Schülern unbeobachtet ein farbiger Klebepunkt auf den Rücken geklebt. Die Aufgabe bestand darin, sich vorzustellen alle sind auf einer einsamen Insel und um zu überleben, müssen Gruppen gebildet werden. Ohne weitere Angaben haben die Schüler sich eigendynamisch zu Gruppen formiert.
Die Frage, mit der sich nun alle beschäftigt haben, war „wie fühlt es sich an, ausgeschlossen zu werden?“.

Zum Abschluss zeigte Frau Graf ein Papier mit einem großen gemalten Herz. Die Schüler durften auf kleine PostIt Zettel Dinge schreiben, die sie in letzter Zeit verletzt haben. Mit jedem vorgelesenen Zettel, wurde das Blatt mit dem gemalten Herz immer weiter zerknüllt bis nur noch ein Papierball übrig war. Die Schüler sammelten anschließend Möglichkeiten, was man machen kann, wenn es einem Schlecht geht, um das Herz wieder zu „entknüllen“. Was aber übrig bieb, konnte jeder deutlich sehen. Es bleiben immer Narben und Knicke, auch wenn diese nicht sichtbar waren!

Alltagshelden   Alltagshelden 5

Der Workshop „Alltagshelden“ hat den Schülern einen Vormittag ermöglicht, der ihr Bewusstsein für andere weckt, den Umgang miteinander schult und jedem einzelnen seine Stärken vor Augen führt und zeigt, dass jeder für sich selbst die Macht hat, sich für den „Kackhaufen“ oder doch für das „Geschenk“ zu entscheiden.

                                                                                                                              Julia Wiethäuper, Schulsozialarbeit

   
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