Am 14.7. machte sich die 8. Klasse unserer Schule auf den Weg Richtung Landsberg. Ziel war das Konzentrationslager Kaufering VII. Bereits einige Zeit vorher erfuhren wir im Religions- und GSE-Unterricht von Antisemitismus und den Verbrechen der NS-Zeit und bereiteten uns mit historischen Dokumenten, Berichten und den Aussagen von Zeitzeugen auf diesen Tag vor. Dort angekommen wurden wir von Manfred Deiler, dem Präsidenten der Europäischen Holocaust Gedenkstätten Stiftung, sowie von Alfred Platschka, vom Landsberger Gästeführer e.V., begrüßt. Herr Deiler informierte uns vor der Informationstafel über die Geschichte und die Funktion des Lagers, bevor wir das eingezäunte Gelände betraten. Bis zu 2300 überlebende Juden aus allen Staaten Europas waren hier in Erdhütten und Tonröhrenbaracken untergebracht. Sie wurden teils aus dem Vernichtungslager Auschwitz hierher transportiert und zu schweren Arbeiten herangezogen. Auf dem Gelände sind heute nur noch wenige Spuren erhalten, unter anderem aber zwei Baracken. Die Schilderungen Herrn Deilers über das Leben der Häftlinge, deren Arbeiten und die unmenschlichen Zustände im Lager waren erschreckend. Krankheiten und Hinrichtungen kamen regelmäßig vor. Beim Besuch einer der Tonröhrenbaracken wurde uns klar, wie wenig Platz die Menschen dort hatten und wie grauenvoll schlecht die hygienischen Zustände dort gewesen sein mussten. Mit Bildern und Schriftstücken aus dieser Zeit ließ Herr Deiler diesen Eindruck noch stärker werden und die Verzweiflung und Aussichtslosigkeit der Häftlinge wurde annähernd spürbar. Aus der Sicht der Schüler war dies ein Tag, der gleichermaßen informativ und erschreckend war.

   
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