In den letzten Schuljahren hatten die Pflanzen in unserem Garten viel Zeit, um sich in einen ziemlichen Urwald zu entwickeln. Damit der Garten wieder von allen Schülerinnen und Schülern als grünes Klassenzimmer genutzt werden kann, war es also Zeit, daran etwas zu ändern! Die AG Schulgarten, geleitet von Frau Tuffentsammer, begann im Herbst Pflanzen zurückzuschneiden und Unkraut zu entfernen. Außerdem konnten die Kinder von den Bäumen im Garten Walnüsse und Äpfel ernten.
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Unsere fleißigen Gärtner bekamen aber noch „große“ Hilfe durch die Gemeinde Ettringen und den Bauhof: Im Herbst wurde einer der beiden Walnussbäume in einen anderen Teil des Schulgeländes umgepflanzt und bereits ein Teil des Unkrautflies entfernt. Mit einem Bagger ging es zur Sache!
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Durch die tatkräftige Unterstützung des Gelben Hauses nahm der Garten dann im Frühjahr langsam wieder Gestalt an: Pflanzen wurden zurückgeschnitten und umgepflanzt, Unkraut und das restliche Unkrautflies entfernt und allmählich konnte man sich vorstellen, wie das grüne Klassenzimmer wohl aussehen würde.
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Kurz vor den Sommerferien bekamen wir zu unserer großen Freude dann noch einen neuen Zaun und zwei Hochbeete, die von einigen Schülern bereits bunt verziert wurden.
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Ein großes Dankeschön geht an alle kleinen und großen Gärtner, die in diesem Schuljahr so großartig geholfen haben. Wir freuen uns schon auf das nächste Schuljahr im neuen Schulgarten.
Der Besuch der Autorenlesung von Tamara Bach im vergangenen November hat so manche Schülerin und manchem Schüler der 8. Klasse wieder Lust aufs Lesen und fesselnde Geschichten gemacht. Da traf es sich gut, dass im Rahmen der Türkheimer Buchwoche ein Wettbewerb ausgerufen wurde, der die spannendsten Geschichten belohnen sollte, die den Schülerinnen und Schülern zu verschiedenen Bildern von Fahrrädern einfallen.
Die Achtklässler machten sich daran und schrieben Beiträge für eine geheime Abstimmung innerhalb der Klasse. Am Ende wurden drei Beiträge ausgewählt und lagen den Punkten nach nahe beieinander. Die höchste Punktzahl erreichte dabei aber Kristina Kürten und so schickten wir ihren Beitrag guten Gewissens ins Rennen.
Nach einigen Wochen des Wartens meldete sich Herr Mirbeth, der Vorstand und Organisator der „Türkheimer Buchwoche e.V.“ bei uns: Kristinas Beitrag hatte gewonnen! Leider machte auch hier das Corona-Virus einen Strich durch die Rechnung und so mussten eine offizielle Preisverleihung und die Übergabe des Geschenks ausfallen. Herr Mirbeth besuchte uns dennoch am 6. Juli, um Kristina persönlich zu gratulieren und ihr den Preis für ihre Leistung zu überbringen: einen Büchergutschein sowie fünf Exemplare eines eigens gedruckten Sammelbandes, in dem alle Siegergeschichten abgedruckt zu finden sind.
Hier die Geschichte von Kristina Kürten:
Traum oder Warnung
Eines Abends fand ich auf der Stufe vor meinem Haus einen Fahrradschlüssel und einen Weg, der mit bunten Steinen gekennzeichnet wurde. Oh, ich habe mich ja ganz vergessen, mich vorzustellen. Ich heiße Lucy Montross, wohne in einer Kleinstadt namens Baubing, gehe auf die Louis-Karl-Realschule in die 8. Klasse.
Zurück zum Fahrradschlüssel und dem Weg aus bunten Steinen: Ich ging den Weg entlang und er führte zu einem alten Café. Dort stand ein silbern-rotes Fahrrad und Korb voller Lebensmittel, wie Bananen, Müsli und ein komischer roter Zettel. Darauf stand: „Ich weiß alles über dich!“ Das war mir schon unheimlich, aber ich dachte mir nichts dabei und nahm ihn mit.

Ich ging wieder nach Hause, sperrte die Tür auf und tapste ganz leise, dass meine Mutter nicht aufwachte, in mein Zimmer und duschte noch schnell. Dann zog ich mein Nachtkleid an und schaute in meinen großen Spiegel, um mir einen Dutt zu machen.
Aber plötzlich erschrak ich. Auf meinem Spiegel stand mit Kunstblut: „Nimm den Schlüssel vor deiner Tür!“. Aber ich ging natürlich nicht noch schnell den Schlüssel holen, sondern ging ins Bett. Um ungefähr 3 Uhr nachts wachte ich auf und erschrak mich plötzlich so stark, dass die Nachbarn die Polizei riefen und meine Mutter musste gefühlt zwei Stunden lang mit den zwei Beamten vor der Tür diskutieren, dass ich nur einen Albtraum hatte und unsere Nachbarn eine an der Klatsche haben. Daraufhin durfte sie den Beamten eine Strafe zahlen und das natürlich mit meinem Taschengeld.
Natürlich habe ich danach auch Ärger bekommen, obwohl ich in meinem Zimmer überall Voodoo-Puppen aufgestellt habe. Aber davon sagte ich meiner Mutter nichts, die würde ja denken ich sei bescheuert und würde wieder ins Bett gehen. Als ich wieder im mein Zimmer ging, sah ich auf meinem Bett eine Voodoo-Puppe sitzen, die als einziger Unterschied zu den anderen einen roten Zettel in der Hand hatte. Auf dem Zettel stand diesmal: „Nimm den Schlüssel, liebes Kind!“. Langsam wurde es immer unheimlicher, denn es wurde mit Kunstblut (zumindest hoffte ich das!) auf meinen Spiegel geschrieben und tausende von Voodoo-Puppen in meinem Zimmer aufgestellt.
Am nächsten Tag ging ich einkaufen und damit es schneller ging, nahm ich den Fahrradschlüssel und das Fahrrad. Doch als ich mich auf den Sitz gesetzt hatte, fuhr das Fahrrad von ganz alleine los und ich konnte es nicht bremsen. Das Fahrrad fuhr mich zu einer alten, verlassenen Baustelle. Dort stieg ich ab, um mich umzusehen. Ich ging etwas auf der Baustelle spazieren.
Es schien so, als wäre niemand hier. Doch plötzlich brach ich in einen rauschenden Abwasserfluss ein, der mit morschen Holzbrettern abgedeckt war. Ich schrie so laut ich konnte um Hilfe. Plötzlich kam ein schwarz vermummter Mann auf mich zu. Er hatte einen bösen Blick. Er nahm meine Hand und sagte mit dunkler Stimme: „Du hast zwar gemacht was ich wollte, aber leider zu spät!“. Daraufhin ließ er meine Hand los und ich wurde in die Tiefe gerissen. Ich schloss meine Augen und fühlte das Wasser um mich herum. Ich fühlte mich wie in einer Röhre ohne Ausweg. Ich schloss langsam die Augen und wusste, dass ich ertrinken würde, aber gleichzeitig fühlte ich mich, als würde ich schlafen. Plötzlich riss ich meine Augen auf und ich lag in meinem Bett. Ich konnte die ganze restliche Nacht nicht mehr schlafen. Das war ja nicht normal, dass man sich solange an einen Traum erinnern kann.
War das vielleicht gar kein Traum sondern eine Warnung? Immerhin hatte ich diesen Traum vor zwei Jahren und fühle mich noch immer so, als wäre es erst gestern gewesen.
(Kristina Kürten, 8. Klasse)





