So tönte der Ruf der beiden böswilligen Stiefschwestern bei der Aufführung des Stückes „Aschenputtel“ durch die Schultheater-AG in einer Fassung von Claudia Kumpfe am 27. Juli lautstark durch die alte Turnhalle.

Aschenputtel (Maya Sezer) sieht sich nach dem Tod ihrer Mutter (Sophie Petry) der neuen kalt-berechnenden Frau (Daria Sasaran) ihres gutmütigen Vaters (Moritz Moser) und deren beider Töchter (Zoé Seifert und erneut Sophie Petry) gegenüber. Diese schikanieren sie von morgens bis abends und halsen ihr immer neue Arbeiten auf, während sie beide alle Aufmerksamkeit – und alles Geld des Vaters – abgreifen. Szenenwechsel: Am Hofe des müden Königs (Tristan Schurr), mit seiner bärbeißig-dominanten Gattin (Jana Seiler), macht sich der junge Prinz (Samuel Greil Correia) auf die Suche nach einer Frau. Ein Ball soll veranstaltet werden und die schönsten Mädchen des Landes, nicht nur Prinzessinnen, werden dazu eingeladen. Die beiden Stiefschwestern überbieten sich in Keifereien und im Streit darüber, wer die Gunst des Prinzen erlangen wird. Auf dem Ball taucht überraschend ein prächtig gekleidetes und unbekanntes Mädchen auf, das die Aufmerksamkeit aller auf sich zieht. Der Prinz hat nur noch Augen für sie, tanzt mit ihr und ist sich sicher: Die, oder keine! Mit einer List gelingt es ihm, der Fliehenden einen Schuh abzunehmen. Seine Suche führt ihn in das schäbige Haus der Familie Aschenputtels. Keiner der Stiefschwestern will der Schuh passen. So tritt zuletzt Aschenputtel schüchtern hervor – ihr passt der Schuh! Ohne Zeit zu verlieren macht ihr der Prinz einen Heiratsantrag und sie sagt „ja!“ – Happy End! Und die beiden Stiefschwestern werden zur Strafe mit Blindheit geschlagen.

So liefen am Ende einer buchstäblich heißen Probenphase am Tag der Aufführung die Fäden zusammen und alle gaben ihr Bestes, kräftig unterstützt vom Team der Bühnenarbeiter (Hannes Frey, Tobias Kögel und Fabio Senner) sowie der Maskenbildnerin (Lina Rosengart). Seit der Zeit vor Weihnachten probte die Theatergruppe trotz vieler krankheitsbedingter Ausfälle (Danke an Celina Ristevski, als allzeit bereiter Einspringerin!) immer intensiver am Stück. Vorbereitet durch theaterpraktische Übungen und Spielszenen sowie stimmbildnerischem Training vor jeder Probe, wuchsen alle Darstellerinnen und Darsteller immer mehr in ihren Rollen und brachten neue Regieeinfälle in den Probenprozess ein. Wir suchten nach passenden Kostümen, die uns dankenswerterweise vom „Gelben Haus“ geliehen wurden, und überlegten, welches Bühnenbild unser Spiel am besten unterstützen könnte. Frau Dr. Kainz lieferte dafür die perfekte Kulisse, die sie im Kunstunterricht der 7. Klasse aufwändig entwickelte. Herzlichen Dank dafür!

Am Ende genossen alle Beteiligten etwas erschöpft, aber glücklich und zufrieden, den starken Applaus ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler! Mit Brotzeit und Getränken feierten wir am Folgetag unseren Erfolg. Wir hoffen, dass die AG auch im kommenden Schuljahr eine Fortsetzung mit hoffentlich vielen alten und neuen Mitwirkenden erfahren kann!

(Sebastian Koch)

 

   
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