Dieser Eindruck entstand bei den Zuschauerinnen und Zuschauern umgehend, als sich der Vorhang zur Vorstellung des Theaterstücks „Alarm im Großstadtdschungel“ auf der Bühne der Alten Turnhalle der Ettringer Schule öffnete.
Der hervorragend einstudierte Grundschulchor, unter der Leitung von Elfi Frank am Klavier, stellt eine Großstadtszenerie mit Bettlern und Straßenmusikern dar und erzählt in einem eigens komponierten Eingangslied von nie enden wollenden Verbrechen und dem moralischen Verfall.
Gerade als der Chor mit dem Sprichwort 'Doch wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her' vorsichtig optimistisch schließt, werden die Musiker und Bettler selbst Opfer eines Überfalls. Ein Räuber, dargestellt von Peter Hakert-Rajkai – der auch in dieser neuerlichen Produktion für die Musik und das Bühnenbild verantwortlich ist und in Personalunion Autor des Theaterstücks sowie Leiter der Theater-AG der Schule ist – greift sie brutal an.
Mit triumphierendem Lachen und dem Geld der Musikanten als Beute verschwindet dieser in den Häuserschluchten und macht einer weiteren, unheimlichen Szenerie Platz: Der leibhaftige Tod, dargestellt von Dominik Illing und begleitet von seinen Beratern, dem Rennfahrer Ken Block (Carina Ast) sowie dem Schriftsteller Franz Kafka (Noël Illing), erscheint lauernd auf frische Seelenbeute und auf der Suche nach einem Sündenbock für alles Übel in dieser Stadt.

Erneuter Szenenwechsel: Die Graffiti-Künstlerin Mary (Maya Sezer) 'verschönert' gerade eine fremde Hausfassade und wird dabei von der Influencerin Kira (Julia Felix) ungefragt gefilmt und für eine Instagram-Story missbraucht – da ist Streit vorprogrammiert. Es wird schnell klar: Hier denkt jeder nur an sich!

Dieser Eindruck setzt sich fort, als die Urwaldforscherin Brunhilde Schnitzel (Luna Bartenschlager) mit ihrer Freundin, der Tieraktivistin Lou (Naila Nave), die Stadt in einen Dschungel zurückverwandeln möchte und dabei auf den missmutigen Grantler Bauer Herrmann (Samuel Brandstetter) trifft, der wiederum seine Landwirtschaft am liebsten auf die gesamte Fläche der Stadt ausdehnen möchte.
Angesichts dieses Chaos und dieser Feindseligkeiten möchte der Astronaut Eckhard Hopper (Paul Gann) nur noch mit seiner Rakete ins All fliehen, doch wird er umgehend vom Tod daran gehindert. Als sich dieser beim Zusammentreffen aller zu erkennen gibt, überbieten sich die Protagonisten in Schuldzuweisungen, die letztlich in einer üblen Prügelei kulminieren.

Gerade als die Auseinandersetzung ihren Höhepunkt erreicht, erscheint der geheimnisvolle Willi Vita (Ryu Geiger), und das Blatt beginnt sich augenblicklich zu wenden.

In diesem Schuljahr drehten wir den Spieß um: Die Schauspielerinnen und Schauspieler der Theater-AG sollten nicht ein bereits fertiges Stück zum Leben erwecken, sondern ihre eigenen Vorstellungen von Figuren und deren Charakterzügen in unserem ersten Planungstreffen skizzieren. Daraus entstand über Nacht ein Theaterstück aus der bewährten Feder von Peter Hakert-Rajkai, das durch intensive Proben im Laufe des gesamten Schuljahres weiter an Profil gewann, den Teilnehmern immer mehr eigene Gestaltungsideen entlockte und in drei Aufführungen zum Ende des Schuljahres im Juli zeigte, wie sehr alle, angefeuert durch die Anwesenheit eines Live-Publikums, über sich hinauswachsen können. So hoffen wir nun, dass es auch im kommenden Schuljahr eine Fortführung der AG geben wird, und freuen uns schon jetzt auf die Entwicklung einer Idee für ein neues Theaterstück!
(Sebastian Koch, zweiter AG-Leiter)
Dieses Jahr, am 16. Juli 2025, nahmen unter der Leitung von Frau Stuhler und Frau Städele wieder zwei Schulmannschaften beim Leichtathletik-Wettkampf in Mindelheim teil.
Fünf Mädchen und fünf Jungen stellten je eine Mannschaft und zeigten bei bestem Wetter ihr Können im Sprint, Weitsprung und Wurf.
Nervös waren die Schülerinnen und Schüler bei der 4 x 50 m Staffel. Da hieß es, möglichst schnell zu rennen, den Staffelstab nicht zu verlieren und in der Rundbahn zu bleiben. Die jungen Sportlerinnen und Sportler meisterten aber diese Disziplin hervorragend und freuten sich schon auf die Siegerehrung.
Ganz knapp verfehlten beide Mannschaften das Podest, sind aber jeweils die viertbesten Mannschaften des ganzen Landkreises Unterallgäu.

